CBD, Terpene und Flavonoide - Wirkung und Aufgabe der Pflanzenstoffe

INHALTSVERZEICHNIS

Die weibliche Hanfpflanze produziert neben verschiedenen Cannabinoiden wie CBD (Cannabidiol) oder THC (Tetrahydrocannabinol), auch Flavonoide und Terpene. Die verschiedenen Substanzen finden sich auch im CBD Öl wieder und haben einen großen Einfluss darauf, wie die Wirkung auf uns ist. Was Cannabinoiden, Flavonoide und Terpene genau sind, erfahrt ihr in diesem Blogartikel!

CBD, Terpene und Flavonoide - Wirkung und Aufgabe der Pflanzenstoffe

Cannabinoide

Unser Körper hat ein eigenes Endocannabinoid-System (Verlinkung zum Endocannabinoid-System), das durch die Cannabis Forschung entdeckt wurde und auch so zu seinem Namen kam. Man unterscheidet hierbei zwei verschiedene Arten von Cannabinoide:

  • Zum einen die endogene Cannabinoiden, unsere körpereigenen. Deren Aufgabe besteht darin, Signalübertragungen verschiedener Prozesse im Körper zu übermitteln.
  • Zum anderen gibt es exogene Cannabinoide, die vor allem in der Hanfpflanze vorkommen und durch Nahrung, Schleimhäuten oder die Lunge aufgenommen werden. Exogene Cannabinoide interagieren mit unserem Endocannabinoid-System. In unserem Blogartikel das Endocannabinoid-System (Verlinkung) findet ihr mehr spannende Informationen dazu

Zu den bekanntesten exogenen Cannabinoiden der Hanfpflanze, auch Phytocannabinoide genannt, zählen THC und CBD. THC ist das am weitest verbreiteste und am besten erforschte Cannabinoid. Es hat eine psychoaktive Wirkung und bindet sich im menschlichen Endocannabinoid-System an die Rezeptoren CB1 und CB2. Deshalb ist THC in Deutschland illegal.

CBD dagegen besitzt keine berauschende Wirkung. Studien zeigen, dass Cannabidiol THC sogar in seiner Wirkung lindern kann. Durch die stimulierenden und regulierenden Eigenschaften von CBD auf verschiedene Rezeptoren unseres Körpers, gilt es als regenerationsfördernd, wohltuend und positiv für unser Immunsystem. Mehr dazu kannst du auch in unserm Blogartikel CBD vs. THC erfahren. [1] [2]

Cannabinoide können also sowohl körpereigene, als auch zugeführte Stoffe sein.

Derzeit werden immer mehr Studien zu Cannabinoiden durchgeführt, um deren (unter anderem medizinische) Wirkungen genauer zu dokumentieren. Da CBD nahezu nebenwirkungsfrei ist, wird nach alternativen Arzneimitteln geforscht um unterschiedliche Krankheiten zu behandeln. Das Interesse steigt mehr und mehr, die Wechselwirkungen zwischen unserem körpereigenen Endocannabinoid-System und exogenen Cannabinoiden herauszufinden. [3]

Flavonoide

Auch Flavonoide kommen in der Hanfpflanze vor. Sie gelten als sekundäre Inhaltsstoffe und sind aufgrund ihrer antioxidativen Wirkung bekannt. Flavonoide geben Pflanzen vor allem Farbstoffe, wie zum Beispiel das satte blau von Heidelbeeren oder die Farbe der Blütenblätter. Das bedeutet, Flavonoide kommen vor allem in Früchten, Obst und Gemüse vor. Außerdem prägen sie den Geschmack und den Geruch von Pflanzen. Diese Eigenschaften dienen unter anderem dazu sich vor Feinden zu schützen und Insekten, wie Bienen, anzulocken, um sich zu vermehren. Das heißt, Flavonoide sind hauptsächlich für das Überleben der Pflanze zuständig.

Die Hanfpflanze beinhaltet über 20 verschiedene Flavonoide, die sich Cannaflavins nennen.

Die wichtigsten werden im Folgenden vorgestellt:

  • Cannaflavin A, B und C: kommen ausschließlich in der Hanfpflanze vor. Außerdem sind sie für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt. Cannaflavin A ist am besten erforscht und Forschungen zeigen, dass Cannaflavin A sogar effektiver als Aspirin wirkt. [4]
  • Apigenin: wird auch häufig in Zwiebel, Orangen und Nüssen gefunden und wurde hauptsächlich in der Industrie zur Färbung verwendet. Apigenin wirkt antioxidativ, entzündungshemmend und antikanzerogen. [5]
  • Quercetin: ist als Superfood bekannt und kommt vor allem in Blaubeeren, Brokkoli und Äpfeln vor. Auch Quercetin ist vor allem durch seine färbenden, antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt. Außerdem soll es das Wachstum von Tumorzellen hemmen, Allergien einschränken und zu mehr Belastbarkeit, sowie zur Verbesserung der sportlichen Leistung führen. [6] [7]
  • B-Sitosterol: soll das Herzinfarktrisiko lindern, da es den Cholesterinspiegel senkt. Außerdem wird B-Sitosterol zur Behandlung von Prostatahyperplasie genutzt. [8]
CBD, Terpene und Flavonoide - Wirkung und Aufgabe der Pflanzenstoffe

    Wie man sehen kann, haben Flavonoide positive Effekte auf unseren Körper und sind ein zusätzlicher Pluspunkt, was CBD Öl angeht.

    Aber CBD Öl beinhaltet nicht nur Cannabidiol und Flavonoide, sondern auch weitere Stoffe, mit positiven Eigenschaften für unsere Gesundheit und unser Wohlempfinden, nämlich sogenannte Terpene. 

    Terpene

    Terpene sind, wie Flavonoide auch, sekundäre Inhaltsstoffe, die in natürlichen, vor allem in pflanzlichen, Organismen vorkommen. Es gibt über 8000 Terpene, die den Hauptteil der in Pflanzen produzierten ätherischen Öle ausmachen. Ursprünglich dienen Terpene als Lock- und Abwehrstoffe – für die Fortpflanzung durch Insekten und als Schutz vor Feinden.

    Menschen nehmen Terpene hauptsächlich als Aromastoffe wahr. Deshalb werden Terpene oft als Duftstoffe in Parfums verwendet. Die verschiedenen Gerüche der Terpene weisen sogar auf die Art und Weise der Wirkung hin. 

    Hier die wichtigsten in CBD Öl enthaltenen Terpene:

    • Mycren: enthält ein moschusartiges, holziges und fruchtiges Aroma, das an Nelken erinnert. Das Terpen kommt vor allem in Hopfen, Lorbeerblättern, Zitrusfrüchten und Zitronengras, Eukalyptus und Thymian vor. Mycren wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und antibiotisch. Eine Studie zeigt, dass Mycren sogar die Bildung von Magengeschwüren hemmt. Durch die sedierende Wirkung und entspannende Effekte kann das Terpen zudem gegen Schmerzen und Schlaflosigkeit eingesetzt werden.
    • Pinen: vor allem das alpha-Pinen hat entzündungshemmende, antiseptische und krebshemmende Eigenschaften. Außerdem erhöht es die Merkfähigkeit und die Wachsamkeit. Wie der Name schon sagt, kommt Pinen vor allem in Pinien und Tannen, aber auch in Dill, Fenchel oder Koriander vor. Das Terpen hat eine lange Tradition in der chinesischen Medizin. [9]
    • Limonen: auch hier zeigt der Name des Terpens schon sein Vorkommen: Limonen kommt vor allem in Zitrusfrüchten, aber auch in Kümmelöl, Dillöl und Korianderöl vor. Limonen wirkt vor allem stimmungsaufhellend und hat die Eigenschaft Pilze und Bakterien zu hemmen. Das Terpen soll weitere positive Eigenschaften und Nutzen im medizinischen Bereich ausweisen, hierzu fehlen aber noch aussagekräftige Studien.
    • Caryophyllene: wird hauptsächlich in Zimt, Nelken und schwarzem Pfeffer gefunden. Das Terpen wird deshalb auch als holzig, scharf und pfeffrig beschrieben. Das Caryophyllene bindet vor allem an den CB2 Rezeptor unseres Endocannabinoid-Systems. Das Terpen hat keine psychoaktive Wirkung und erzielt entzündungshemmende und schmerzhemmende Ergebnisse. Außerdem wird es, wie eine Studie zeigt, gegen das in Chemotherapien entstandene Nierenleiden genutzt.
    • Linalool: hat einen floralen, maiglöckchen- und lavendelartigen Geruch, der einen entspannende und beruhigende Effekt auslöst. Deshalb wird Linalool seit Jahren gegen Schlafstörungen genutzt. Außerdem wirkt es positiv auf unser Immunsystem und eine Studie zeigt, dass sogar Krankheiten wie Alzheimer, kognitive und emotionale Störungen durch Behandlungen mit Linalool eingeschränkt werden können. Vor allem in Badeprodukten wird das aus Minze, Lorbeer, Birke und Zimt gewonnene Linalool zur Entspannung verwendet.
    • Terpinolen: haben einen süßlich frischen Geruch und werden oft in Kohl, Karotte und Fenchel gefunden. Der Forschungsstand zu Terpinolen ist noch nicht weit fortgeschritten. Dennoch gibt es Forschungsergebnisse, welche der Studie zufolge aufzeigen, dass Terpinolen das Wachstum von Krebszellen verhindert.

    Hier noch einmal die wichtigsten Merkmale der wichtigsten Terpene und ein paar weitere Terpene, die in CBD Öl enthalten sein können:

    Name

    Aroma

    Wirkung

    Mycren

    Moschusartig, holzig, fruchtig

    schmerzlindernd, entzündungshemmend, antibiotisch, gegen Magengeschwüre, gegen Schmerzen und gegen Schlafstörungen

    Pinen

    Pinien- und tannenartig

    entzündungshemmende, antiseptische und krebshemmende Eigenschaften, bessere Merkfähigkeit und Wachsamkeit

    Limonen

    Fruchtig, frisch, Zitrusfrüchte

    allem stimmungsaufhellend und hat die Eigenschaft Pilze und Bakterien zu hemmen

    Caryophyllene

    Holzig, scharf, pfeffrig

    Interagiert mit dem CB2-Rezeptor, wirkt entzündungshemmend und schmerzhemmend

    Linalool

    Floral, maiglöckchen- und lavendelartig

    Entspannend, beruhigend, gegen Schlafstörungen, wirkt positiv auf das Immunsystem, Behandlung gegen kognitive und emotionale Krankheiten

    Terpinolen

    Süßlich, frisch

    Wird in der Krebsforschung angewandt

    Camphen

     

    Gegen Herzkreislaufprobleme, senkt den Cholesterinwert

    Terpineol

    Floral, Flieder

    Beruhigend, entspannend, antibiotisch und antioxidativ

    Phellandren

    Pfefferminze

    verdauungsfördernd

    Humulen

    Hopfenartig

    Entzündungshemmend, antibakteriell, wirkt gegen Tumorbildung und hemmt das Hungergefühl

    Pulegon

    Pfefferminze

    Fördert die Kommunikation von Nervenzellen

    Sabinen  

    Gewürze, Orangen, Pinien

    Antioxidativ, entzündungshemmend

    Geraniol

    Süß, rosig

    Wird im Gebiet der Neuropathie angewendet

     

    [10] [11] [12] [13]

    Vorteile von Flavonoide und Terpene in CBD Öl

    Wie man sehen kann, haben sowohl Flavonoide als auch Terpene positive Wirkungen auf unseren Körper und dazu noch unterschiedliche Aromen, die den Geruch und den Geschmack beeinflussen und je nach Geschmacksrichtung verbessern. Je nach Hanfpflanze kommen Terpene und Flavonoide in verschiedenen Stärken vor und somit auch in CBD Ölen. Allerdings sind die von Natur aus beinhalteten Mengen in CBD Öl sehr gering, weshalb Terpene und Flavonoide oft zugesetzt werden, um den Geschmack oder die Wirkung zu lenken.

    CBD, Terpene und Flavonoide - Wirkung und Aufgabe der Pflanzenstoffe

    Hier die Vorteile von Terpene und Flavonoide in CBD Öl:

    • Ein großer Vorteil ist die nicht psychoaktive Wirkung auf unseren Körper: entzündungshemmend, antibakteriell, antibiotisch, antiseptisch, gegen Schmerzen und Schlafstörungen, für bessere Leistungsfähigkeit. In mehreren Fällen werden bei höherer Dosierung in medizinischen Studien auch Forschungsergebnisse über die Hemmung von Tumoren und Krebszellen berichtet, sowie von der Linderung von Herzkreislaufproblemen, Herzinfarkten und mehr.
    • Ein weiterer Vorteil ist der Geschmack und Geruch, den die Inhaltsstoffe mitbringen: CBD lässt sich durch verschiedene Flavonoide und Terpene verfeinern und dadurch kann sowohl der Geschmack, als auch die Wirkung bestimmt werden.

    Der Entourage-Effekt

    Doch das waren noch nicht alle Vorteile, die die Kombination von CBD und Terpene, aber auch Flavonoide mit sind bringt!

    Der Entourage-Effekt wurde von Dr. Ethan Russo geprägt. Das Wort „Entourage“ kommt eigentlich aus dem französischen und bedeutet Umfeld oder Umgebung und beschreibt die Gefolgschaft. Das passt auch gut zum Entourage-Effekt, denn dieser besagt, dass isolierte Inhaltsstoffe eine schwächere Wirkung haben, wie die Kombination. Die Kombination, also die Gefolgschaft oder Umgebung von CBD, die Terpene und Flavonoide, verringern Nebenwirkungen und verstärken gewünschte Effekte, die somit eine höhere biologische Aktivität besitzen. Um das nochmal zu verdeutlichen: der Entourage Effekt bedeutet, dass die maximale Wirkung nur in Kombination der verschiedenen Inhaltsstoffe erreicht werden kann.

    Für Cannabidiol bedeutet das, dass die Wirkung durch die weiteren Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Terpene, Flavonoide oder das Trägeröl aus MCT (Blogartikel MCT Öl verlinken) verstärkt wird. Somit profitiert man bei der Einnahme von CBD Öl nicht nur durch die Wirkung von Cannabidiol, sondern auch von allen anderen Inhaltsstoffen, wie eben zum Beispiel von Terpene und Flavonoide. Daher genügt es bei der alltäglichen Nutzung kleine Mengen einzunehmen und es ist dennoch eine Wirkung und Verbesserung der verschiedenen Beschwerden zu spüren.

    Allerdings ist der Entourage-Effekt, genauso wie Cannabidiol, die meisten Terpene und Flavonoide noch eine junge Thematik in der Forschung. Mit noch mehr Studien kann die Vielfältigkeit besagter Stoffe mit noch aussagekräftigen Ergebnissen untermauert werden. 

    Dennoch: der Entourage-Effekt macht die Hanfpflanze und ihre Inhaltsstoffe noch interessanter zu erforschen und wertvoller für uns und unseren Körper. [14]

    Fazit

    Abschließend kann man festhalten, dass Cannabidiol nicht der einzige wertvolle Inhaltsstoff der Hanfpflanze ist, sondern Terpene oder Flavonoide eine wichtige Rolle für die Wirkung auf unseren Körper besitzen.

    Die Erkenntnis der Wechselwirkung zwischen den verschiedenen Inhaltsstoffen ist auch für die Wissenschaft interessant und führt hoffentlich zu mehr Forschung, Aufgeklärtheit und Zugang für alle Menschen, die mit Problemen und Belastungen zu kämpfen haben oder sich einfach nur etwas Gutes tun wollen.

    Die Mischung macht’s also und die Kombination bietet den größtmöglichen Mehrwert!

    Viele Grüße,

    Nick vom Optarise Team 

    Optarise CBD

    Wichtiger Hinweis:

    Wir von Optarise wollen dir so gut wie möglich bei deinen Beschwerden helfen. Jedoch sind wir keine Ärzte und dürfen dir auch keine ärztliche Beratung geben. Bitte betrachte diesen Artikel als Hilfe für deine Fragen. Falls Du Fragen hast, wie genau man CBD Öl konsumieren sollte, wäre es Ratsam einen Arzt aufzusuchen, der dir hier helfen kann.

    Quellen:

    [1] https://www.kalapa-clinic.com/de/cannabinoid-rezeptoren/

    [2] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26698193/

    [3] https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Drogen_und_Sucht/Berichte/Hoch_et_al_Cannabis_Potential_u_Risiko_SS.pdf

    [4] https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0031942218303819

    [5] https://www.sciencedirect.com/topics/pharmacology-toxicology-and-pharmaceutical-science/apigenin

    [6] https://www.sulforaphan.org/quercetin-erfahrungen-wirkung-studien-doesierung/

    [7] https://www.naturepower.de/vitalstoff-journal/aus-der-forschung/bioflavonoide-und-kraeuter/quercetin-studien/

    [8] https://www.sciencedirect.com/topics/biochemistry-genetics-and-molecular-biology/beta-sitosterol

    [9] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26119957/

    [10] https://www.medicaljane.com/category/cannabis-classroom/terpenes/#introduction-to-terpenes

    [11] https://cbdoilusers.com/what-are-terpenes-in-cbd-oil/

    [13] https://cbd-infos.com/terpene/

    [13] https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0020516

    [14] https://cannatrust.eu/wiki/entourage-effekt/

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