Wirkung und Einfluss von CBD auf unsere Hormone

INHALTSVERZEICHNIS

Eine häufig gestellte Frage in Bezug auf CBD Öl ist, ob und inwiefern die Einnahme von Cannabidiol den Hormonhaushalt beeinflussen kann.

Hier erklären wir euch, was Cannabidiol und Hormone in unserem Körper gemeinsam haben, wie sie aufeinander wirken und ob die Einnahme von CBD Öl unbesorgt geschehen kann oder worauf man bei der Einnahme achten sollte.

Wirkung und Einfluss von CBD auf unsere Hormone

CBD und das Endocannabinoid System – wie wirkt CBD eigentlich auf unseren Körper?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir erst einmal verstehen, wie Cannabidiol auf unseren Körper wirkt.

Die sublinguale Einnahme von CBD Öl (die gewünschte Menge an CBD Öl unter die Zunge tröpfeln und ca. eine Minute einwirken lassen, ohne dabei zu schlucken), ermöglicht die Aufnahme der Inhaltsstoffe über die Mundschleimhäute, die dadurch in den Blutkreislauf gelangen. Die Wirkung von CBD wird über verschiedene Cannabinoidrezeptoren entfaltet. Diese Cannabinoidrezeptoren befinden sich in unserem Endocannabinoid-System, welches sich vor allem im zentralen Nervensystem und im Immunsystem befindet. Das Endocannabinoid-System sorgt vor allem dafür, dass unsere Stressreaktionen, die Verdauung, das Emotionsempfinden, wie Glück, Angst oder Panik, die Thermoregulierung und das Erinnerungsvermögen funktionieren. Unser Körper hat eigene Endocannabinoiden (endogene Cannabinoiden), die den Cannabinoiden der Hanfpflanze (exogene Cannabinoiden) sehr ähnlich sind. Sowohl endogene als auch exogene Cannabinoiden brauchen Cannabinoidrezeptoren, um ihre Wirkung zu entfalten. Der Cannabinoidrezeptor CB1 befindet sich hauptsächlich im zentralen Nervensystem und sorgt dafür, dass Funktionen wie die Erinnerung, Angst, Schmerz, Sinneswahrnehmung, Motorik und die innere Kommunikation in Betrieb sind. In kleineren Mengen wird der CB1 Rezeptor auch im Immunsystem, peripheren Nervensystem, Herz, Gebärmutter, Hoden, Dünndarm, Prostata und im Knochenmark gefunden. Der Cannabinoidrezeptor CB2 kommt primär im Immunsystem vor, aber auch in Geweben und Organen, wie dem Herz, Knochen, Leber und der Bauchspeicheldrüse. Deren Aufgabe besteht darin, Verletzungen zu reparieren und Schäden, wie Entzündungen oder Gewebeverletzungen, zu beheben.

Cannabidiol bindet nicht direkt an die Rezeptoren, sondern stimuliert und reguliert diese und unterstützt somit die Funktionen des Endocannabinoid-Systems. Konkret bedeutet das, dass CBD Funktionen unseres Körpers unterstützt und anregt, die wir für einen gesunden, fitten und leistungsfähigen Körper benötigen.

Zusätzlich dazu, kann CBD mit weiteren Rezeptoren in Kontakt treten. Hierzu zählt der 5-HT1A-Rezeptor. Dieser gehört zu den Serotonin-Rezeptoren und regelt Prozesse wie Angst, Sucht, Appetit, Schlaf, Schmerzwahrnehmung, Übelkeit und Erbrechen. Diese Effekte des Serotoin-Rezeptors treten laut Forschern aber nur bei hohen Dosen an CBD auf und werden deshalb vor allem in medizinischen Forschungen genutzt und derzeit erforscht.

Wirkung und Einfluss von CBD auf unsere Hormone

Weitere Rezeptoren, auf die Cannabidiol wirken kann sind die GPR55-Rezeptoren und die GPR119-Rezeptoren.

Die GPR55-Rezeptoren befinden sich hauptsächlich im zentralen Nervensystem und nehmen hier mehrere Funktionen ein, wie beispielsweise, die Lernfunktion, Angstregulierung, Erinnerung, Emotionen, Hormonfreisetzung in Hypophysen, motorische und kognitive Funktionen und mehr.

Die GPR119-Rezeptoren sind vor allem in der Darmregion zu finden und begrenzt die Nahrungsaufnahme.

Zusätzlich kann CBD die Vanilloid-Rezeptoren beeinflussen. Diese sind in den meisten Geweben vorhanden und übernehmen Zellfunktionen, wie beispielsweise die Einleitung von Schmerz, Thermoregulierung, Speichelsekretion, Entzündungen, Muskulatur und die Calcium- und Magnesium-Homöostase.

Wichtig zu betonen ist hier die unterstützende Wirkung von CBD. Cannabidiol ist kein Wundermittel und heilt nicht die oben genannten möglichen Defizite, sondern es sorgt für ein Gleichgewicht und unterstützt das körpereigene System. [1] [2] [3] [4]

Hormone – wie wirken Hormone auf unseren Körper?

Bisher sind um die 100 Hormone bekannt. Forscher vermuten allerdings, dass über 1000 dieser Botenstoffe existieren. Deren Hauptaufgabe ist es, unseren Körper in allen Bereichen funktionstüchtig zu halten. Hauptsächlich kümmern sie sich um die Herz-, Kreislauf-, Verdauungs-, Körpertemperatur- und Gehirnfunktion. Außerdem regulieren Hormone den Stoffwechsel.

Hormone werden vor allem in Organen, wie der Schilddrüse, der Hirnanhangsdrüse oder den Nebennieren produziert. Diese haben endokrine Drüsen, die gewisse Substanzen in unsere Blutbahnen abgeben, die wiederum in anderen Organen wirken und dort für bestimmte Prozesse sorgen. Konkret bedeutet das, Hormone sind chemische Botenstoffe, die die Kommunikation über Abläufe zwischen Organen und Zellen in unserem Körper organisieren.

Aber wie genau finden die verschiedenen Hormone ihr Ziel und ihre Funktion? Das geschieht nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Jedes Hormon hat einen Rezeptor, an den es passt – wie ein Schlüssel ins Schloss. Wenn das Hormon durch die Blutlaufbahn an seinem Rezeptor angekommen ist und an diesen bindet, wird der entsprechende Stoffwechselvorgang ausgelöst. Die gleichen Hormone können in verschiedenen Zellen unterschiedliche Prozesse auslösen und übernehmen so je nach Körperregion andere Aufgaben.

Allerdings werden nicht alle Hormone durch die Blutlaufbahn geschickt. Einige Hormone werden auch im Gewebe gebildet und kommen durch Zellzwischenräume zu ihrer Zielzelle, wie beispielsweise das schlaffördernde Hormon Melatonin. Wiederum andere Hormone werden genau dort produziert, wo sie auch wirken.

Hormone sind je nach Alter, Geschlecht und individuellem Befinden unterschiedlich stark oder schwach vertreten. Einige Hormone treten minütlich auf (zB. Insulin), andere stündlich (zB. Cortisol) und wiederum andere monatlich (zB. Menstruationszyklus) oder sogar mit jahreszeitlichen Schwankungen (zB. Testosteron).

Wie man sehen kann, spielen Hormone eine immens wichtige Rolle für die Funktionsfähigkeit unseres Körpers. Bei einem Defizit geraten verschiedene Abläufe außer Kontrolle und ein aus dem Gleichgewichtig gebrachter Hormonhaushalt schwächt den Körper. Der Hormonspiegel kann durch unterschiedliche Einflüsse durcheinandergebracht werden, wie beispielsweise der Tageszeit, Nahrungsaufnahme, Sexualität oder Stress. [5] [6] [7]

CBD und Hormone – kann Cannabidiol unseren Hormonhaushalt beeinflussen?

Auf die entscheidende Frage, ob Cannabidiol unseren Hormonhaushalt beeinflussen kann, und falls ja, inwiefern, gibt es von Forschern noch keine aussagekräftigen Ergebnisse. Allerdings gibt es zu einzelnen Hormonen Studien, die den Zusammenhang mit CBD untersuchen.

  1. Cortisol: ist hauptsächlich als Stresshormon bekannt und ist eines der wichtigsten Hormone in unserem Körper. Es wird in den Nebennierenrinden gebildet und wird durch das Hormon ACTH (Adrenocorticotropes Hormon) aus der Hirnanhangsdrüse ausgeschüttet. Die Hauptaufgaben von Cortisol sind das Verwalten von Erbinformationen, das Anheben des Blutzuckerspiegels, das Abbauen körpereigener Eiweiße und das Auflösen der Fettspeicher. Außerdem wird der Herzmuskel, der Blutdruck und die Atemfrequenz gesteigert, die Funktion des Immunsystem wird geregelt, das Knochenwachstum reguliert und die Informationsverarbeitung, sowie der Appetit werden gesteigert.
    Eine Studie zeigt, dass Cannabidiol den Cortisolspiegel senken kann. Den Cortisolspiegel zu senken hilft vor allem dabei, Übergewicht zu bekämpfen, Muskeln aufzubauen, gegen Bluthochdruck und depressive Stimmungen zu wirken. [8]
  2. Insulin: ist ein blutzuckersenkendes Hormon und wird in der Bauchspeicheldrüse produziert. Seine Hauptaufgabe liegt vor allem darin, dem Körper dabei zu helfen Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen. Deshalb ist es für Diabetiker von großer Bedeutung. Der Typ 1 Diabetes braucht zugefügtes Insulin, da der Körper kein eigenes produziert. Auch einige Typ 2 Diabetiker brauchen eine zusätzliche Insulinzufuhr, da der Körper in diesem Fall zu wenig Insulin herstellt. Forscher fanden in einer Studie heraus, dass der GPR55-Rezeptor in der Bauchspeicheldrüse vorkommt und dafür verantwortlich ist, das Insulin auszuschütten. Da CBD den GPR55-Rezeptor stimuliert, kann es zu einer höheren Insulinausschüttung durch die Einnahme von CBD kommen. Aus diesem Grund wird die Wirkung von Cannabidiol zur Behandlung von Diabetes Typ 2, bei dem eine kleine Menge Insulin schon körpereigen produziert wird, zurzeit erforscht, denn die genaue Beziehung zwischen Insulin und CBD wurde noch nicht herausgefunden. [9] [10]
  3. Melatonin: ist das Hormon, welches den Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Es wird hauptsächlich in der Zirbeldrüse im Gehirn hergestellt und wird vor allem bei Dunkelheit ausgeschüttet. Das Hormon gibt dem Körper dann Bescheid, dass es Zeit ist zu Ruhen und dieser fährt den Energieverbrauch, sowie den Blutdruck herunter. Schlaf ist vor allem deshalb so wichtig, da hier das Immunsystem und das Gehirn Erlebtes verarbeiten. Eine Studie konnte aufzeigen, dass Cannabidiol hilft, die Gesamtschlafzeit zu verlängern, sowie die REM Schlaflatenz zu verbessern. Das bedeutet, insgesamt wirkt CBD stabilisierend auf unseren Tag-Nacht-Rhythmus und hat dabei keine sedierende Wirkung. [11] [12]

Wirkung und Einfluss von CBD auf unsere Hormone

Bisher konnten Forscher nicht bestätigen, dass CBD den Hormonhaushalt beeinflusst, beziehungsweise aktiv in diesen eingreift. Dennoch konnte in manchen Studien gezeigt werden, dass Cannabidiol verschiedene Hormone und deren Funktionen und Wirkungen unterstützen, anregen und stimulieren kann.

Durch die wohltuenden, regenerierenden und positiven Eigenschaften von CBD, kann es auch zum allgemeinen Wohlbefinden und zur Prävention von verschiedenen Problemen eingenommen werden.

Hierbei greift CBD weniger in den Hormonhaushalt ein, sondern fördert die Hormonbildung für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt und unterstützt den Körper somit, seine Funktionen erfüllen zu können. Dafür werden CBD Rezeptoren aktiviert, die zur Hormonbildung beitragen. Das ist vor allem deshalb so, weil das Endocannabinoid-System an der Steuerung endokriner Prozesse beteiligt ist.

Außerdem unterstützt Cannabidiol die Homöostase, die innere Balance, die der Organismus benötigt. Aus diesem Grund, kann Cannabidiol auch als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.

Fazit

Abschließend kann man also festhalten, dass Forscher bisher noch keine eindeutigen Resultate erschließen konnten, wie genau CBD auf unseren Hormonhaushalt wirkt. Dennoch kann man sagen, dass Cannabidiol genau die Rezeptoren stimuliert und stabilisiert, die unser Hormonspiegel benötigt, um intakt arbeiten zu können. Außerdem arbeiten die beiden Systeme, das Endocannabinoid-System und das endokrine System eng zusammen, um die Abläufe in unserem Körper zu organisieren und zu optimieren.

Bei einer normalen, alltäglichen Dosis von CBD und keiner medizinisch, hochdosierten Einnahme, kann der Hormonspiegel laut den bisherigen Studien nicht negativ beeinflusst werden. Die genannten Studien zeigten nämlich ausschließlich bei hohen Dosen und CBD Isolaten konkrete Einwirkungen in das Hormonsystem. Schwächere Dosen, wie im Alltag durch CBD Öl, stimulieren lediglich die Rezeptoren, die für die verschiedenen Hormone verantwortlich sind.

Das bedeutet laut bisheriger Erkenntnisse in der Wissenschaft, dass Cannabidiol in Form von Öl in kleineren Dosen unbesorgt eingenommen werden kann.

Viele Grüße,

Nick vom Optarise Team 

Optarise CBD

Achtung: 

Solltest du allerdings Probleme mit deinem Hormonspiegel haben, sprich am besten vor der Einnahme von CBD Öl mit deinem Arzt darüber.

Wichtiger Hinweis:

Wir von Optarise wollen dir so gut wie möglich bei deinen Beschwerden helfen. Jedoch sind wir keine Ärzte und dürfen dir auch keine ärztliche Beratung geben. Bitte betrachte diesen Artikel als Hilfe für deine Fragen. Falls Du Fragen hast, wie genau man CBD Öl konsumieren sollte, wäre es Ratsam einen Arzt aufzusuchen, der dir hier helfen kann.

Quellen

[1] https://www.kalapa-clinic.com/de/cannabinoid-rezeptoren/

[2] https://www.hanf-magazin.com/medizin/cannabismedizin-allgemein/das-endocannabinoid-system/

[3] https://books.google.de/books?hl=de&lr=&id=-EB4DwAAQBAJ&oi=fnd&pg=PT21&dq=5-HT1A-Rezeptor+cbd&ots=R-rRmfHFkr&sig=Qz5NbgIEtsecVYAwSjJI1hUhyXA#v=onepage&q=5-HT1A-Rezeptor%20cbd&f=false

[4] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26698193/

[5] https://www.planet-wissen.de/natur/anatomie_des_menschen/hormone/index.html

[6] https://www.planet-wissen.de/natur/anatomie_des_menschen/hormone/pwiewirkungsweisederhormone100.html

[7] https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/hormone/32617

[8] https://www.netdoktor.de/laborwerte/cortisol/

[9] https://www.netdoktor.de/krankheiten/diabetes-mellitus/insulin/

[10] https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0014299919303024?casa_token=RMm_AKd1o0UAAAAA:HFNtV6P8eyMtoaH9SrCexINvaf-bkG_eidgBXOhcjnPK0MKz6pSwZj3ij61ulTNoLKn2pESJouQi

[11] https://www.netdoktor.de/medikamente/melatonin/

[12] https://www.maplespub.com/webroot/files/A-Neuroendocrine-Therapeutic-Approach-with-the-Pineal-Hormone-Melatonin-Cannabidiol-and-Oxytocin-MCO-regimen-in-the-Treatment-of-the-AutismSpectrum-disorders_1582215771.pdf

Jetzt kaufen