Was ist CBD / Cannabidiol? | Wirkung und Anwendung

Sobald der Begriff Cannabis fällt, denken viele zunächst an Kriminalität, Drogen und Illegalität. Dies ist in gewisser Weise zu einem bestimmten Grad nachvollziehbar, da die Präsenz der Heilpflanze in den Medien und der Umgang mit ihr in unserer Gesellschaft seit jeher einen negativen Charakter besitzt. Cannabis ist etwas für Kiffer und Kriminelle für viele in unserer Gesellschaft. Dieser Gedanke ist gerade bei Leuten der sogenannten “Baby Boomer Generation” immer noch tief verwurzelt. Ein Blick hinter die Kulissen und seriöse Recherchen in der Geschichte von Cannabis zeigen uns jedoch, dass Cannabis nicht nur seit Jahrtausenden überall auf der Welt Teil unserer Kultur ist, sondern auch aus medizinischer Sicht einen großen Mehrwert bieten kann. Die Cannabispflanze ermöglicht dem Menschen so viel mehr, als nur einen sanften Rausch, welcher durch den psychoaktiven Wirkstoff THC entsteht. Dabei ist ein anderer und oftmals unbedachter Wirkstoff, welcher ebenfalls aus Cannabis gewonnen wird, noch viel interessanter: Cannabidiol. Vielleicht hast du davon auch schonmal gehört. Aber was ist Cannabidiol, auch CBD genannt, eigentlich?

Die Vorgeschichte der Hanfpflanze

Die Hanfpflanze hat eine lange Historie. Sie gehört zu den ältesten und wichtigsten Kulturpflanzen unserer Menschheit und wurde schon vor langer Zeit nicht nur als Nahrungsmittel und Nutzpflanze kultiviert, sondern fand seinen Einsatz hauptsächlich in der Medizin. Als Nutzpflanze wurde Cannabis z.B. für die Herstellung von Garnen und Kleidung angepflanzt. So konnte zurück datiert werden, dass Hanf In China schon vor über 2800 Jahren v. Chr. verwendet wurde, um Seile zu drehen. Ebenfalls konnten Forscher nachweisen, dass schon vor ca. 1000 v. Chr. überall auf der Welt Textilien aus Hanf gewebt wurden. In der Medizin war die vielseitige Einsatzfähigkeit der Pflanze seit jeher wohl bekannt und wurde vor allem dazu verwendet, um den Heilungsprozess von Wunden zu fördern. Was viele Menschen heute zusätzlich nicht wissen ist, dass die erste Bibel von Gutenberg ebenfalls auf Hanfpapier gedruckt wurde. Das zeigt erneut, wie umfangreich dieser Rohstoff eingesetzt wurde und weshalb er bis zum 19. Jahrhundert als meist angebauteste Nutzpflanze der Welt galt.

Durch die Industrialisierung erlitt die Hanfpflanze jedoch einen Niedergang und wurde im Textilbereich von Baumwolle verdrängt. Ebenfalls wurde Papier immer vermehrter aus Holz hergestellt. Auch im Bereich der Pharmakologie wurden mehr und mehr synthetische Produkte entdeckt, die dazu beitrugen, das Hanf auch in diesem Bereich an Popularität verlor.

Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts gewann Hanf wieder an Bekanntheit. Da aus chemischer Sicht die körperverwanten Inhaltsstoffe sich ohne Nebenwirkungen aufnehmen lassen, findet die gezielte Therapie mit Cannabis als medizinische Pflanze bzw. als Substitut für die allgemeine Schulmedizin bei vielen Menschen Anwendung. Dementsprechend sprechen sich viele Menschen immer mehr für die Heilpflanze und Ihre positiven Eigenschaften aus. Die zwei Hauptbestandteile der Cannabispflanze sind zum einen THC und zum anderen CBD. Jedoch wird THC durch unsere heutige Rechtssprechung als illegale Substanz eingestuft und fällt unter das sogenannte Betäubungsmittelgesetz (BtMG) . Dieses besagt in §29 (BtMG) dass der Besitz von Marihuana zwar illegal ist, der Konsum dagegen jedoch erlaubt. Allerdings schließen sich Konsum ohne Besitz nicht aus.

Der Wirkstoff CBD hingegen hat keine berauschende Wirkung. Man findet daher immer vermehrter den Wirkstoff in verschiedenen Produkten, die großteils als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft werden. 

Im Bereich der medizinischen Behandlung gibt es heutzutage einige Lockerungen, die es gestatten, THC-aktives Cannabis mittels einem ärztlichem Rezept zu konsumieren. Dies entstand durch die gesellschaftliche Diskussion der letzten Jahre, in welcher das Gespräch mit der Politik gesucht wurde, um darüber zu entscheiden, ob Cannabis nicht generell legalisiert werden sollte. Grundlage waren mehrere Studien, welche weltweit durchgeführt wurden und die sich für eine Neubewertung und dem Potential der Pflanze innerhalb der Medizin aussprachen. Natürlich wurden von beiden Diskussionspartnern berechtigte Argumente aufgeführt, weshalb eine Legalisierung positive und negative Effekte haben könnte. Blickt man jedoch in Länder wie Kanada, die USA, die Niederlanden oder auch Portugal, in welcher die Legalisierung bzw. eine Tolerierung schon seit längerem durchgeführt wurde, erkennt man deutlich dass diese einige Vorteile mit sich bringen kann. Was die Zukunft in Deutschland bringt ist abzuwarten.

Was ist CBD / Cannabidiol? | Wirkung und Anwendung

Was ist CBD?

CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol. Die chemische Zusammensetzung im Detail lautet wie folgt: C21H30O2, Mr = 314.5 g/mol. Der Wirkstoff befindet sich dabei im Faserhanf der weiblichen Hanfpflanze. Die Hanfpflanze (Cannabis Sativa) birgt insgesamt mehr als 113 verschiedene Cannabinoide. Eines davon ist besagtes CBD, welches als CBD-Carbonsäure in der Pflanze vorzufinden ist und ein natürliches Cannabinoid ist. Die verschiedenen Cannabinoide in der Hanfpflanze machen ca. 40 % des gesamten Pflanzenextrakts aus. Viele Sorten werden heute noch darauf gezüchtet, dass der Großteil der Wirkstoffe aus THC (Tetrahydrocannabinol) besteht, jedoch gibt es auch mehrere Sorten, die ein hohe Konzentration an CBD enthalten. Diese werden hauptsächlich für den medizinischen Gebrauch verwendet. Der Wirkstoff CBD wird im allgemeinen aus industriellem Hanf gewonnen. In diesen Pflanzen befindet sich ein besonders hoher Anteil an Cannabidiol. In Deutschland liegt zudem eine Verordnung vor welche besagt, dass CBD haltige Produkte aus europäischem Nutzhanf gewonnen werden müssen und somit nicht aus anderen Regionen stammen dürfen. Aufgrund dieser Aspekte ist die Verwendung von Hanf mit einem hohen Anteil an CBD perfekt dafür geeignet, hochwertiges und hochwirksames Hanföl herzustellen, welches den Körper nicht mit einem Rausch, sondern mit vielen Nährstoffen versorgt.

Im Allgemeinen kann CBD eine antioxidative Eigenschaft haben, welche besonders in der Medizin bei verschiedenen Therapien gesundheitsfördernd wirken. Der erste Nachweis, dass Cannabinoide sich mit körpereigenen Rezeptoren binden und diese neuronale Wirkungen hervorrufen können, fand sich in einer Studie von Professor Allyn Howlett aus dem Jahr 1987 wieder. Unser Körper hat ein sogenanntes Endocannabinoid-System, in welchem die Wechselwirkung zwischen Cannabinoiden und Rezeptoren abläuft. Cannabidiol, eines der viel besagten Cannabinoide, ist zudem ein lipophiles Molekül und wird auf Grund dessen gut in unserem Körper und in unserem zentralen Nervensystem verteilt. Dazu jedoch im folgenden Abschnitt mehr.

Der Einsatz von Cannabis hat in der klassischen Schulmedizin eine vergleichsweise junge Geschichte. Mit der Entdeckung von Cannabinoiden wurde die Pflanze jedoch wieder sehr interessant für Medizin und Forschung. Daher gibt es zum jetzigen Standpunkt noch keine große Anzahl an Studien über CBD, weil der Trend, welcher sich in den letzten Jahren zunehmend entwickelt hat, noch tiefer in die Wissenschaft vordringen muss. Dennoch wird bereits daran vermehrt geforscht, in welchen Bereichen Cannabidiol einsetzbar ist und wie der Mensch davon maximal profitieren kann. Der erste bekannte Forscher, welcher Cannabidiol aus der Hanfpflanze extrahierte, war Raphael Mechoulam.

Im Gegensatz zu THC (Tetrahydrocannabinol), wirkt CBD nicht berauschend auf den Körper. Auf Basis dessen, verspürt man während des Konsums auch kein “high” Gefühl, da dieses ausschließlich durch THC ausgelöst wird. Ebenfalls besteht keine Gefahr der physischen oder psychischen Abhängigkeit, sondern kann im Gegenteil eine potenziell hohe gesundheitsfördernde und positiven Wirkung auf den Organismus haben. Des weiteren kann man von CBD keine Überdosierung bekommen.

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Endocannabinoid-System – wie wirkt CBD in unserem Körper?

Eine bahnbrechende Entdeckung gab es Ende der 80er Jahre. Hier wurde zum ersten Mal das sogenannte Endocannabinoid-System entdeckt. Dies bedeutet, dass ein Zusammenhang zwischen Cannabinoiden und einer darauf folgenden Reaktion im Körper miteinander in Verbindung gebracht werden konnte. Vor diesem Zeitpunkt wurde angenommen, dass Cannabinoide den Körper auf die gleiche Art wie Alkohol beeinflussen. Jedoch zeigten schon damals Versuche an Ratten, dass es eine Interaktion zwischen Cannabinoiden und den Rezeptoren im Organismus gibt. Diese führt zu verschiedenen Reaktionen. Dieses physiologische System wurde Endocannabinoid System getauft. Die Abkürzung dafür ist ECS.

Das Endocannabinoid-System ist der Grund dafür, dass Cannabinoide in unserem Körper eine bestimmte Wirkung hervorrufen können. In unserem Körper kann sich somit Cannabidiol an bestimmte Rezeptoren heften, bildlich kann man sich dies mit dem Schlüssel-Schloss Prinzip vor Augen halten. Die zwei häufigst vorkommenden Rezeptoren sind Cannabinoid-1 und Cannabinoid-2. Abgekürzt werden diese zu CB1 und CB2. Diese beiden Rezeptoren kommen an unterschiedlichen Stellen im Körper vor. CB1 Rezeptoren sind vorzugsweise im zentralen Nervensystem vorzufinden, wohingegen CB2 Rezeptoren reichlich im Gastrointestinaltrakt und im peripheren Nervensystem vorhanden sind. Zusätzlich tauchen diese in verschiedenen Zellen auf, welche mit unserem Immunsystem zusammenhängen. Auf Basis dieses Wissens, lässt sich erkennen, dass Cannabidiol an verschiedensten Stellen im Körper seine Wirkung entfalten kann. 

Die beiden Rezeptoren CB1 und CB2 decken einen erheblichen Teil des Endocannabinoid-Systems ab. Durch die verschiedenen Einnahmemöglichkeiten, zu denen wir im Verlauf des Artikels noch ausführlicher berichten, gelangt Cannabidiol in unser System. Die „CBD-Schlüssel“ heften sich nun an die Rezeptoren welche dabei als Schlösser fungieren und entriegeln diese. Dadurch werden bestimmte Wirkungen freigesetzt.
Besonders interessant ist dabei, dass Cannabidiol der berauschenden Wirkung von THC entgegenwirken kann. Die Ursache hierbei liegt am CB1 Rezeptor, um den CBD und THC konkurrieren. Auf Basis der antioxidativen Eigenschaften kann CBD die Zellen im Körper vor negativen Einflüssen schützen. Eine weitere Erkenntnis die sich aus der Forschung ergab ist, dass Cannabidiol auch den Abbau von Anandamid* stoppen kann. Dies ist hilfreich, wenn ein klinischer Endocannabinoid-Mangel vorliegt.

Die Wissenschaft ist bezüglich der Forschung von CB1 und CB2 Rezeptoren noch sehr jung. Mit voranschreitenden Studien und Ergebnissen, gibt es aber stetig immer mehr valide Erkenntnisse darüber, wie vorteilhaft der Konsum von CBD für unseren Körper ist. Daher ist nun vor allem die Forschung gefragt um die weiteren positiven Eigenschaften von Cannabidiol sichtlich zu machen und seine vielfältige Wirkung noch besser nachvollziehen zu können.

*vierfach gesättigte Fettsäure, welche sich ebenfalls an die Rezeptoren des ECS bindet - somit kann zusätzlich THC verdrängt werden

Warum CBD?

CBD kann für viele Menschen eine gute und natürliche Alternative zur klassischen Schulmedizin darstellen. Da Cannabis eine Pflanze ist, welche ohne Züchtung natürlich in unserer Umwelt wächst, ist sie biologisch rein und ohne Zusatzstoffe. Dennoch gilt es darauf hinzuweisen, dass zum heutigen Zeitpunkt aus rein medizinischen Sicht es noch keine Einigkeit darüber gibt, inwieweit CBD bei welchen spezifischen Beschwerden hilft bzw. helfen kann. Dies liegt jedoch wie bereits erwähnt daran, dass die Studien an dem Wirkstoff noch sehr jung sind.

Viele Menschen sind trotz dessen von der Wirkung durch Cannabidiol überzeugt, was sich in einer Vielzahl an Erfahrungsberichten widerspiegelt. Daher sollte sich jeder selbst ein Bild  von CBD machen und sich von dem positiven Wirkstoff überzeugen lassen, um sich eine eigenständige Meinung bilden zu können.

Ist CBD als Novel Food einzustufen?

Im März 2019 wurde vom BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) CBD  in Deutschland als Novel Food eingestuft. Laut einer Stellungnahme des Amtes gelten Produkte welche CBD enthalten, als neuartige Lebensmittel. Dies ist jedoch noch nicht offiziell gesetzlich beschlossen worden. Daher liegen auf Seite des BVL Anträge vor, diese nun offiziell als Novel Food zu listen.

Demgegenüber steht die EIHA (European Industrial Hemp Association), welche die Entscheidung der BVL nicht hinnehmen will. CBD wurde als natürliches Extrakt auch schon vor 1997 konsumiert und daher seit Anbeginn der Einführung der Novel Food Verordnungen. Somit kann historisch belegt werden, dass das natürliche Extrakt aus der Hanfpflanze keine nennenswerten Nebenwirkungen aufweist, da diese innerhalb des Verfahrens sonst hätten genannt werden müssen. Zusätzlich weicht das fertige Lebensmittel (z.B. Öl aus CBD Hanf)  durch traditionelle Extraktionsverfahren hinsichtlich seiner Inhaltsstoffe nicht wesentlich von denen der Cannabis Pflanze ab, so dass man es gesetzlich nicht als ein anderes, neuartiges Lebensmittel einzustufen müsste.

Im Bereich CBD Isolat verhält sich die Sachlage allerdings differenziert, da hier Cannabidiol auf nicht natürliche Weise in größeren Mengen angehäuft werden kann. Laut EIHA ist dieses Verfahren daher zurecht als neuartig einzustufen womit sich die restliche Diskussion erübrigt.

Da sich im Allgemeinen dadurch eine Debatte entfacht hat, wie Cannabidiol in Zukunft deklariert werden muss und es noch keine genaue Einigung darüber gab, sind Produkte welche CBD enthalten, in Deutschland bislang legal verkäuflich. Die Argumente welche die EIHA in jüngsten Diskussionen (März 2020) über die Thematik genannt hat, sind fachlich nachvollziehbar, weshalb die begründete Hoffnung besteht, dass sich auch das BVL gegen eine Einstufung von CBD als Novel Food in den nächsten Monaten aussprechen könnte.  

In weiteren interessanten Blogartikeln beleuchten wir die Thematik noch genauer und halten euch über die aktuelle Entwicklung auf dem Laufenden. Vorbeischauen lohnt sich.

Der Unterschied von CBD und THC?

Vielen Verbrauchern ist der Unterschied von CBD und THC nicht geläufig und daher ein konfuses Thema. Zunächst lösen beide Wirkstoffe während des Konsums eine andere Wirkung im Körper aus. Der Hauptunterschied und Vorteil von Cannabidiol zu THC besteht jedoch darin, dass es keinerlei psychoaktive Wirkung auf den Körper hat. Zwar finden sich beide Stoffe in derselben Pflanze wieder, jedoch sorgt ausschließlich der psychoaktive Wirkstoff THC für das berühmte “high” Gefühl und ist daher aufgrund seiner berauschenden Wirkung nach dem deutschen Gesetz als illegale Substanz eingestuft.

CBD Produkte wirken dagegen anders auf den Körper. Zum einen haben sie keine psychoaktive Wirkung und zum anderen kann Cannabidiol sogar dem “high” Effekt entgegenwirken und diesen lindern.
Manche Cannabidiol Artikel weisen einen minimalen Anteil an THC (< 0,2 %) auf, wie zum Beispiel im Fall von Vollspektrum Öl. Das stellt aber nach den gesetzlich vorgegebenen Normen kein Problem dar, da diese geringe Konzentration nicht zu einem Rausch führen kann. Somit sind Cannabidiol Produkte auf dem deutschen Markt legal und frei verkäuflich, wenn diese Richtlinien eingehalten werden. Laut deutschem Gesetz wird CBD-Öl als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft.

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Herstellungsprozess von CBD Öl

CBD Öl wird aus Nutzhanf bzw. Industriehanf hergestellt. Dieser darf nach deutschen Richtlinien nur aus der EU bezogen werden. Ebenfalls gibt es einen von der EU erlassenen Katalog, welcher momentan 63 verschiedene Hanfsorten beinhaltet, die diese Richtlinien erfüllen (Stand: März 2019). Ebenfalls muss immer darauf geachtet werden, dass man den Richtwert von 0,2 % THC nicht überschreitet, da sonst gegen das Betäubungsmittelschutzgesetz (BtMG) verstoßen wird.

Für die Herstellung von CBD werden vorzugsweise Blüten der weiblichen Hanfpflanze genutzt, da diese den höchsten Anteil an Cannabinoiden und folglich auch an Cannabidiol aufweisen. Diese Blüten sind mit sogenannten Trichomen (Harz) bedeckt.

Für die Herstellung müssen die Hanfblätter getrocknet werden. Dies dauert ca. 5-7 Tage. Danach wird das CBD über verschiedenste Methoden aus den Blüten extrahiert. Hierfür gibt es beispielsweise die Öl Extraktion, bei der die Blüten in Pflanzenöl (verzehrbar) eingelegt werden. Über leichte Erhitzung können sich so die Cannabinoide im Öl lösen. Dieses Verfahren wurde schon von unseren Vorfahren genutzt. Dementsprechend kann man hier wieder erkennen, dass lang vor der Novel Food Verordnung im Jahr 1997 die Extraktion von CBD bekannt war und auch genutzt wurde.

Eine weitere Methode wäre die Alkohol- bzw. Ehtanol-Extraktion, welche auch bei Optarise CBD Ölen ihre Anwendung findet. Nach dem Extraktionsverfahren wird das Crude Oil decarboxiliert (aktiviert) und die bitteren Chlorophylle mittels Destillation entfernt.

Zusätzlich gibt es die sogenannte CO2-Extraktion. Darunter fallen die unterkritische, die mittelkritische und die superkritische CO2-Exktration. Dabei fließt das CO2 in einer speziell gefertigten Maschine durch die zu extrahierenden Bestandteile von Hanf. Die gesamte Prozedur findet in mehreren Kammern statt. CO2 eignet sich im Allgemeinen ebenfalls als gutes Lösungsmittel und wird dementsprechend auch oft für die Herstellung von CBD genutzt.

Im deutschen Raum sind die folgenden vier Konzentrationen von CBD Öl am häufigsten anzutreffenden:

  •       5 % CBD Öl
  •       10 % CBD Öl
  •       15 % CBD Öl
  •       20 % CBD Öl

CBD Öle mit 25 % - 30 % sind unter gewissen Extraktionsmethoden noch auf natürliche Weise herstellbar, alles darüber fällt unter die Kategorie mit CBD Isolat. Dementsprechend sind solche Produkte auch nicht auf dem deutschen Markt erhältlich, da der Verkauf von CBD Isolat nicht gestattet ist. Die Unterschiede zu einem Vollspektrum und Broadspektrum CBD Öl findest du bei uns in einem weiteren Blogartikel. Auch hier bist du herzlich dazu eingeladen, diesen zu lesen.

Einnahme von CBD Öl

Den deutschen Herstellern ist es untersagt, eine individualisierte Angabe bezüglich der Einnahme von CBD zu machen. Für Vollspektrum CBD Öle gelten offiziell ein Tropfen pro Tag als Verzehrempfehlung. Dies liegt am minimalen THC Gehalt, welches die Cannabidiol Öle aufweisen. Jedoch muss jeder für sich selbst herausfinden, wie viel CBD Öl Tropfen einem selbst helfen. Dies kann von Person zu Person variieren. Weitere Faktoren, welche eine Dosierung beeinflussen können, sind Gewicht und Alter. Ratsam ist es immer, mit einer geringen Dosierung zu starten, um herauszufinden, welche Menge für deinen eigenen Körper am Besten ist. Dementsprechend sollte man sich langsam an seine optimale Einnahmemenge herantasten. Ebenfalls können Erstanwender auch mit kleinen Konzentrationen anfangen, wie beispielsweise mit einem 5 % Vollspektrum CBD Öl. Wenn man hier ein wenig experimentierfreudiger ist und wissen will, ob nicht eine Konzentration von 10 % oder mehr für einen besser wirkt, kann man auch einfach die doppelte Portionierung an CBD Tropfen nehmen. 

Des Weiteren ist es ratsam, das Cannabidiol Öl unter die Zunge zu träufeln, da es hier über die Schleimhäute möglichst schnell aufgenommen werden kann. Die Allgemeine Regel besagt, dass man es eine Minute unter seiner Zunge lassen sollte ohne zu Schlucken. Durch die bessere Aufnahme kann somit theoretisch eine schnelle Wirkung gewährleistet werden. Natürlich ist es auch möglich, CBD Öl Tropfen in seinen Kaffee, sein Getränk oder sein Essen zu träufeln. Jedoch dauert die Aufnahme hierbei deutlich länger, da das Cannabidiol vom Magen bzw. den Magenschleimhäuten aufgenommen wird.

Formen von CBD

Es gibt verschiedene Formen, wie CBD zu sich genommen werden kann. Dazu gehören:

CBD Öl

 Wie schon ausführlich in diesem Blogartikel erläutert, ist CBD Öl eine gängige Methode, das Cannabidiol Extrakt seinem Körper zuzuführen. Ebenfalls ist es in Deutschland die am häufigsten vorkommende Form, CBD zu konsumieren. Es gibt verschiedenste Trägeröle, mit denen das Hanfextrakt vermischt werden kann. Geläufig sind beispielsweise Hanfsamenöl und MCT Öl (Kokosöl). Hanfsamenöl und MCT Öl haben beide eine vielzahl gesunder Inhaltsstoffe, welche unseren Körper zusätzlich stärken. Jedoch liegt das Problem beim klassischen Hanfsamenöl darin, dass viele Konsumenten den oft bitteren und herben Geschmack als unangenehm wahrnehmen. Daher liegt der klare Vorteil im geschmacksneutralen MCT Öl. Dieses stammt aus der Kokosnuss und hat zusätzlich den Effekt, dass es dazu beiträgt, dass das Cannabidiol-Extrakt noch schneller im Körper aufgenommen werden kann. Dementsprechend haben wir uns von Optarise dazu entschieden, unsere CBD Öle in Kombination mit MCT Öl herzustellen. Dadurch bieten wir unseren Kunden ein optimales Produkt welches alle Vorteile vereint.
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Kapselform

 CBD Kapseln besitzen den Vorteil der Dosierung. Man kann diese gut portionieren. Jedoch wird hier das CBD ebenfalls durch den Magen aufgenommen, was bedeutet das die Cannabidiol Kapseln erst zersetzt und anschließend von den Mundschleimhäuten abstrahiert werden müssen. Es führt, wie bereits zuvor erwähnt, zu einem längeren Aufnahmeprozess und de facto zu einem späteren Wirkungseintritt. Dies könnte man als Nachteil von Kapseln betrachten. Ebenfalls ist die individuelle Dosierung nicht so flexibel wie die bei Öl, da Kapseln immer mit einem gewissen Anteil vorportioniert sind. Andere Konsumenten berichteten auch von Problemen, die Cannabidiol Kapsel zu schlucken, da sie dies grundsätzlich als unangenehm empfinden.

 

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Verdampfer/ Vaporizer bzw. E-Zigarette

 Eine weitere Möglichkeit CBD zu sich zu nehmen, ist die Variante des Verdampfens. Dies geschieht über ein CBD-Liquid, welches man in seine E-Zigarette oder seinen Vaporizer gibt. Wie der Name des Verfahrens schon erahnen lässt, wird das Liquid hierbei verdampft und nicht geraucht. Dadurch ist das Verdampfen gesünder, als eine klassische Zigarette, da zum einen kein Nikotin vorhanden ist und zum anderen das Verdampfen schonender auf die Lunge wirkt. Durch den Einsatz einer E-Zigarette kann das CBD zudem sehr schnell über den Blutkreislauf aufgenommen werden.
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Jedoch sollte man als Verbraucher darauf achten, dass man nur Cannabidiol-Liquids erwirbt, welche in der EU hergestellt werden. Denn da diese auch oft mit Aromastoffen versetzt werden, sollte ein gewisser Prüfungsstandard Voraussetzung sein, den Liquids aus dem asiatischen Raum oftmals nicht haben.

Da wir uns als Gesundheits- und vitalitätsunterstützende Marke wahrnehmen, wollen wir hier aufgrund persönlicher Erfahrung erwähnen, dass wir die Einnahme von Öl bzw. Kapseln bevorzugen, da somit die Lunge als Organ nicht belastet wird. Dies ist auch der Grund warum wir keine CBD-Liquids in unserem Sortiment führen.

Jeder sollte letztendlich jedoch für sich selbst entscheiden, wie er CBD zu sich nehmen möchte. Für jede Anwendungsform gibt es begeisterte Nutzer und dementsprechend hat auch jede einzelne seine Berechtigung.

CBD Blüten

CBD Blüten kennt man auch unter dem Begriff CBD “Gras”. Der Unterschied zu klassischem Marihuana liegt darin, dass CBD Blüten nur sehr wenig THC enthalten und dementsprechend keine berauschende Wirkung besitzen. Der Cannabidiol Gehalt der Blüten ist jedoch sehr hoch. CBD Blüten werden in der Regel aus zertifiziertem Nutzhanf gewonnen.

Der Verkauf von CBD Blüten ist in Deutschland nicht gestattet. Ein Hauptproblem liegt dabei, dass bei Polizeikontrollen der Unterschied von CBD zu klassischen Cannabisblüten für den Beamten nicht erkennbar ist und man aufgrund dessen in ungewollte Probleme kommen kann. Somit raten wir vom Konsum derartiger CBD Blüten im Raum Deutschland ab, bis es eine klare gesetzliche Regelung dafür gibt.

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CBD und Hautpflege

Hier spielt auch wieder das Endocannabinoid-System (ECS) eine entscheidende Rolle, da es verschiedene regulatorische Aufgaben bezüglich des Hautstoffwechsels übernimmt. Das ECS hat Einfluss auf Hautzellen bezüglich des Wachstums, der Differenzierung und des Zelltods. Ebenfalls wird die Produktion von Proteinen, Talg und Hormonen dadurch beeinflusst.

Dementsprechend können auch viele Hautkrankheiten auf ein fehlerhaftes Endocannabinoid-System zurückgeführt werden. Beispiele hierfür sind Akne oder auch diverse Formen von Juckreizen.  

Da CBD mit dem Endocannabinoid-System interagiert, kann es dazu beitragen, den Juckreiz zu reduzieren, weil es beispielsweise dabei hilft, die Bildung von Hautfetten zu regulieren.

Ob CBD auch einen positiven Einfluss auf den Hautalterungsprozess hat wird momentan noch erforscht. 

CBD Öl, Hanföl und Cannabisöl – alles das gleiche?

Oft wird Cannabidiol Öl auch als Cannabisöl oder Hanföl bezeichnet. Das ist theoretisch nicht falsch, jedoch gibt es hier doch abgrenzende Unterschiede, auf die man achte sollte. Der Begriff Cannabis Öl wird oft auch in Verbindung mit einem THC Öl genutzt. Da es auch die Möglichkeit gibt, THC aus der Hanfpflanze zu extrahieren und mit einem Trägeröl zu verbinden, ordnen viele den Begriff Cannabis Öl unter dieser Kategorie ein. Da CBD eine noch sehr junge Thematik ist und gerade erst einen schnell anwachsenden Trend erlebt, kann es natürlich sein, dass dieser Begriff immer mehr auch für CBD Öl genutzt wird.

Bezüglich der Begrifflichkeit Hanföl muss man erneut unterscheiden. Dieser wird noch allgemeiner benutzt. Darunter kann zum einen das Verständnis fallen, dass CBD Öl gemeint ist, jedoch auch THC Öl oder klassisches Hanfsamenöl, was oftmals im Haushalt in Form von Salatdressing oder Brat Öl Anwendung findet.

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Die Thematik CBD richtig angehen

Wie zuvor erwähnt, sollten Konsumenten, die noch nie Cannabidiol Öl bzw. CBD Produkte genutzt haben, dieses Thema bedacht angehen. Man sollte zum einen mit einer geringen Konzentration anfangen und auch die Dosierung der CBD-Öl Tropfen langsam steigern, sofern man keine Wirkung verspürt.

Da viele Interessenten trotz der beschriebenen positiven Eigenschaften der gesamten Thematik Hanf und CBD kritisch gegenüberstehen, empfehlen wir diesen mit ihrem Arzt Rücksprache zu halten und sich weiteren fachlichen Rat einzuholen. Dieser kann dann als medizinischer Experte weitere Ratschläge im Umgang mit CBD geben.

Der CBD Markt

Leider gibt es auch ein paar schwarze Schafe im deutschen CBD Markt. Diese herauszufiltern ist oft unmöglich für den Konsumenten. Hierzu haben wir auch einen interessanten Blogartikel geschrieben, bei dem es sich lohnt vorbeizuschauen.

Trotzdem gibt es ein paar Orientierungspunkte, nach denen du dich richten kannst, um einen seriösen Anbieter zu erkennen.

  • Steht auf der Flasche CBD oder nur Hanföl oder ähnliches
    CBD Öle, welche mit alkoholextraktion oder CO2 Extraktion gefiltert werden, haben bestimmte Mengen an Cannabidiol pro 10 ml Flasche. Bei einem 10 % CBD Öl sind beispielsweise 1000 mg/ CBD enthalten. Manche Anbieter schreiben jedoch auch oft nur die mg Konzentration auf die Flasche und beziehen sich hier auf die Konzentration des Hanfsamenöls (welches auch für Salatdressing genutzt wird). Natürlich weiß ein Konsument dies nicht auf anhieb und kann dadurch getäuscht werden, da kein Cannabidiol im Produkt enthalten ist.
  • Sind Hinweise auf Verzehrempfehlung gegeben?
    Da die Verzehrempfehlung bei Vollspektrum CBD Ölen in Deutschland auf einen Tropfen als Standardrichtlinie gesetzt ist, sollte dies auch auf der Flasche stehen. Abweichungen der Verzehrempfehlung deutet auf Unprofessionalität hin.
    Natürlich kann es auch der Fall sein, dass kein THC im CBD Öl enthalten ist, was dann als sogenanntes Broadspektrum Öl deklariert wird. Diese Cannabidiol-Öle sind perfekt für diejenigen, die komplett auf THC verzichten wollen. In so einer Situation kann die Verzehrempfehlung natürlich auch höher ausfallen, was aber komplett in Ordnung ist. Ein solches Öl wäre beispielsweise das Optarise Gold CBD Öl. Hier werden drei Tropfen pro Tag empfohlen.
  • Art des Trägeröls
    Die beste Trägeröle für ein CBD Öl sind zum einen MCT Öl, aufgrund seiner hohen Bioverfügbarkeit und der mittelkettigen Triglyceride oder auch das klassische Hanfsamenöl. Weitere Trägeröle sind im deutschen Raum nicht wirklich gängig und dementsprechend sollte bei Abweichung von einem der beiden Öle, besonders gut auf das allgemeine Auftreten des Anbieters geachtet werden.

Fazit

CBD ist ein sehr vielseitiges Produkt, dass momentan einen regelrechten Aufwärtstrend erlebt. Und dies zurecht! Viele Menschen nutzen es heute schon für verschiedensten Beschwerden. Genau das bestätigt das Potential von Cannabidiol. Zwar ist die Thematik für viele immer noch sehr kontrovers, trotzdem ist es schön zu sehen, dass die Gesellschaft sich immer mehr dem Thema Hanf, CBD und seiner Vielfältigkeit öffnet. 

Falls du trotzdem noch weitere Fragen, Unsicherheiten oder Anmerkungen jeder Form hast, lass es uns wissen! Wir vom Optarise Team wollen dein Ansprechpartner und persönlicher Berater in allen Anliegen rund um die Thematik CBD sein, damit wir zusammen dein Wohlbefinden und deine Vitalität steigern können. 

Viele Grüße,

Nick vom Team Optarise

Optarise CBD

Wichtiger Hinweis

Wir von Optarise wollen dir so gut wie möglich bei deinen Beschwerden helfen. Jedoch sind wir keine Ärzte und dürfen dir auch keine ärztliche Beratung geben. Bitte betrachte diesen Artikel daher als Hilfe für deine Fragen. Falls Du Fragen hast, wie genau man CBD Öl konsumieren sollte, wäre es Ratsam einen Arzt aufzusuchen, der dir hierzu helfen kann. Für weitere Fragen bezüglich aktueller Angebote und Produkte stehen wir dir selbstverständlich rund um die Uhr zur Seite.

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