Was ist CBD?

Cannabidiol: Der Wirkstoff aus der Hanfpflanze

CBD ist eine biomedizinische Abk√ľrzung und steht ausgeschrieben f√ľr Cannabidiol, welches wiederum eins von ca. 113 bekannten Cannabinoiden ist.¬†Besagte Cannabinoide werden aus der¬†weiblichen Hanfpflanze¬†gewonnen. Cannabinoide werden auch Phytocannabinoide genannt und sind chemischen Verbindungen, die aus der Cannabispflanze gewonnen werden, beispielsweise durch Extraktion.

Ein kleiner Exkurs:

Wahrscheinlich hast du schon einmal den Begriff THC geh√∂rt. Ausgeschrieben bedeutet THC Tetrahydrocannabinol und wird auch den Cannabinoiden zugeordnet. Es ist wohl der bekannteste Wirkstoff in der Hanfpflanze und gilt auch als einziges psychoaktives Cannabinoid. Von den 113 nicht-psychoaktiven Phytocannabinoiden, die keine berauschende Wirkung auf unseren K√∂rper auswirken, ist¬†CBD¬†das wohl bekannteste. Cannabidiol ist die zweith√§ufigste chemische Verbindung, die in der weiblichen Cannabis Pflanze vorkommt. Anders als das Molek√ľl THC, macht CBD nicht ‚Äěhigh‚Äú. Zudem hat Cannabidiol selbst in hoher Dosierung, im Allgemeinen keine relevanten und bekannten Nebenwirkungen.

CBD kann verschiedene Wirkungen auf den K√∂rper haben. √úber Jahrzehnte √ľbersahen Wissenschaftler, wie auch die breite √Ėffentlichkeit, CBD und dessen vielversprechendes Potential, weil das psychoaktive THC im Mittelpunkt stand. Kurz gesagt, CBD kann f√ľr ein gewisses Wohlbefinden ohne Rausch sorgen.

Studien zu CBD

Nun hat das Potential von Cannabidiol den Weg in die breite √Ėffentlichkeit gefunden. Klinische Studien haben sich den in den vergangenen vier Jahrzehnten mit der Thematik CBD immer mehr auseinandergesetzt.

Folgende Studienbereiche wurden zu CBD erhoben:

CBD und Schmerzen

CBD und Schlaf

CBD und Entspannung

CBD und Stress

CBD und Sport

CBD und Haut

CBD und Entz√ľndungen

CBD und Verdauung

CBD und Angst

Um noch mehr √ľber das Potential von Cannabidiol herauszufinden, m√ľssen nat√ľrlich noch mehr Studien in diesen und weiteren Bereichen gemacht werden. Das liegt auch daran, dass zwar schon seit √ľber 40 Jahren an der Thematik geforscht wird, jedoch erst mit mehr Intensit√§t in den letzten Jahren.

Es wurden in der j√ľngsten Vergangenheit Hanfsorten gez√ľchtet, die haupts√§chlich das Cannabinoid CBD enthalten. Jedoch muss bei der Z√ľchtung auch immer darauf geachtet werden, dass die Hanfpflanze nicht zu viel THC enth√§lt. In vielen L√§ndern gelten dementsprechend Cannabispflanzen, die mehr als einen bestimmten Prozentsatz von Tetrahydrocannabinol enthalten, als Suchtmittel. In der DACH-Region sehen die rechtliche Vorgaben folgenderma√üen aus:

Schweiz > 1%

√Ėsterreich > 0,3%

Deutschland > 0,2%

Somit sind sie entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen unterworfen, welche Z√ľchter von Cannabispflanzen, genauso wie Hersteller von CBD Produkten einhalten m√ľssen.

Wirkung von CBD

Wie funktioniert CBD in unserem Körper?

Cannabinoide sind sogenannte Agonisten, die sich an spezielle Rezeptoren im K√∂rper binden, welche auch als Cannabinoidrezeptoren bezeichnet werden. Bestimmte Rezeptoren befinden sich im zentralen Nervensystem, w√§hrend andere in anderen Bereichen des K√∂rpers gefunden werden k√∂nnen. Die wohl zwei bekanntesten Rezeptoren sind der CB1 und CB2 Rezeptor. Zusammen bilden sie das sogenannte Endocannabinoid-System (ECS). Das ECS ist ein riesiges Nerven√ľbertragungssystem mit vielen Funktionen. Endo bedeutet im Inneren und Cannabinoid bezieht sich auf die Wirkung an den Cannabinoid Rezeptoren. Das ECS kann Einfluss auf folgende Faktoren haben:

Stimmung

Gedächtnis

Motorische Fähigkeiten

Abwehrfunktion

Fortpflanzung

Schmerzwahrnehmung

Appetit

Schlaf

Knochenentwicklung

Um den Prozess, wie CBD wirkt, sich besser vorstellen zu k√∂nnen, kann man eine Verbildlichung heranziehen. Dementsprechend kann man sich Cannabidiol als Schl√ľssel vorstellen und die CB1 und CB2 Rezeptoren als Schloss, getreu nach dem ‚ÄúSchl√ľssel-Schloss-Prinzip‚ÄĚ. Durch die Einnahme von ‚ÄúCBD-Schl√ľsseln‚ÄĚ, werden die ‚ÄúRezeptoren-Schl√∂sser‚ÄĚ entriegelt bzw. aktiviert. Cannabidiol ist in der Lage, mit Zellen in unserem K√∂rper zu interagieren, weil das Molek√ľl eine √§hnliche Zusammensetzung zu vergleichbaren Chemikalien hat, die der menschliche K√∂rper nat√ľrlich produziert.

Hat CBD Nebenwirkungen?

Hier lautet die Antwort ganz klar NEIN. Laut der aktuellen Forschung sind keine Nebenwirkungen bekannt, die einen negativen Einfluss auf unseren Körper haben.

CBD Dosierung

Richtige Anwendung von CBD √Ėl

Die Dosierung von Cannabidiol sollte stets individuell gestaltet werden. Vor allem die richtige CBD Dosierung h√§ngt ganz allgemein von der Person ab. Dementsprechend gibt es auch verschiedene Konzentrationen an CBD √Ėlen.

5 Tipps zur richtigen Cannabidiol Dosierung

Starte mit kleinen Dosierungen:¬†Jeder Neuling im Bereich CBD sollte sich an diese Thematik langsam herantasten. Dementsprechend ist es ratsam mit einem Cannabidiol √Ėl 5 % zu starten. Hier kann dann jeder f√ľr sich testen, wie das √Ėl auf den eigenen K√∂rper wirkt. Falls man seine Dosierung erh√∂hen will, kann man dies auch ganz einfach mit der doppelten Anzahl an Tropfen erreichen. Das soll bedeuten, dass zwei Tropfen von beispielsweise einem Vollspektrum √Ėl mit 10 % genau die gleiche Cannabidiol Konzentration haben wie ein Tropfen von einem Vollspektrum √Ėl mit 20 %.

√úbertreibe es nicht:¬†Der Prozess sich an seine perfekte Dosierung und Konzentration im Bereich Cannabidiol heranzutasten kann eine kleine Weile dauern. Hier sollte man wirklich mit Bedacht an die Sache gehen. Wenn man √ľber l√§ngere Zeit den sich erw√ľnschten Effekt von Cannabidiol nicht versp√ľrt, kann man langsam beispielsweise seine Anzahl an CBD √Ėl Tropfen steigern.

Bleibe beim gleichen Verh√§ltnis von CBD f√ľr mehrere Tage:¬†Um den gew√ľnschten Effekt entsprechender Produkte zu sp√ľren ist oft die Einnahme √ľber mehrere Tage n√∂tig. Diese Zeit solltest du dir nehmen und dabei genau beobachten, inwiefern du mit dem Resultat zufrieden bist. Auf dieser Basis kannst du dann die Dosierung deines Cannabidiol Produkts anpassen oder gleich lassen.

Finde die richtige Art der Einnahme:¬†CBD-Produkte sind unter anderem als √Ėle, Kapseln, Liquids oder auch Cremes erh√§ltlich. Die Art der Einnahme von Cannabidiol entscheidet auch √ľber die Dosierung und Wirkungsdauer.

Bei Fragen konsultiere einen Arzt oder Apotheker: Falls du gewisse Bedenken oder noch mehr Fragen zu Cannabidiol hast, kannst du auch deinen Arzt aufsuchen. Dieser kann dir beratend zur Seite stehen. Ebenfalls findest du oft auch schon oft Hilfe in deiner Apotheke des Vertrauen.

Aufnahme und Einnahme von CBD

Verschiedene Arten von CBD Produkten

CBD √Ėl:¬†Cannabidiol √Ėl ist nicht umsonst die beliebteste Form von CBD Produkten. Das liegt unter anderem daran, dass man es so vielf√§ltig zu sich nehmen kann. Normalerweise tr√∂pfelt man die gew√ľnschte Anzahl an CBD Tropfen unter seine Zunge. Diese Methode wird als sublinguale Aufnahmeform bezeichnet. Hier werden dann die Tropfen f√ľr ca. eine Minute unter der Zunge gelassen, da so die Mundschleimh√§ute das Extrakt sehr gut aufnehmen k√∂nnen. Eine Wirkung kann schon nach 15 Minuten einsetzen. Ebenfalls gibt es die M√∂glichkeit Cannabidiol zu schlucken. Diese Option kann man mit einem Getr√§nk oder einer Mahlzeit kombinieren. Hier werden dann die CBD √Ėl Tropfen zum Essen oder beispielsweise in seinen Kaffee hinzugegeben. Sobald das Cannabidiol den Magen erreicht, wird es √ľber die entsprechenden Schleimh√§ute aufgenommen. Dies dauert jedoch l√§nger und hier muss man bis zu einer Stunde rechnen bis eine Wirkung eintreten kann. Manche Konsumenten tragen das √Ėl auch auf ihre Haut auf und reiben es ein.

CBD √Ėle bilden ein breites Spektrum an Stoffen ab. Terpene, weitere Cannabinoide und auch das Tr√§ger√∂l, welches oft Omega 3 und Omega 6 Fetts√§uren mit sich bringt, machen diese Produkte allumfassend. Zus√§tzlich hat Cannabidiol √Ėl eine sehr hohe Bioverf√ľgbarkeit. Damit ist das nachhaltige Ausma√ü, genau wie die Aufnahmegeschwindigkeit im Blutkreislauf durch den K√∂rper gemeint. Je nachdem f√ľr welche Variante man sich entscheidet, kann CBD f√ľr mehrere Stunden in unserem Organismus bleiben, bis es dann wieder ausgeschieden wird.

In unserem Shop findest du verschiedene Konzentrationen von Cannabidiol √Ėlen, genauso wie zwei unterschiedliche Varianten. Eine davon ist das klassische Vollspektrum CBD √Ėl, die andere nennt sich CBD Gold, welches 0,00 % THC beinhaltet.

CBD Liquid:¬†Ebenfalls gibt es die Variante CBD Liquid. Hier wird √ľber einen Verdampfer oder Vaporizer das Cannabidiol aufgenommen. Die Aufnahme geht extrem schnell. Durch die Lunge wird CBD sehr schnell in unserem K√∂rper verteilt. Das garantiert ebenfalls einen hohe Bioverf√ľgbarkeit. Jedoch muss hier beachtet werden, dass die Wirkung nicht so lange anh√§lt wie beispielsweise bei einem CBD √Ėl. Weitere Informationen findest du in unserem Blog, mit einem ausf√ľhrlichen Artikel √ľber die¬†Thematik CBD Liquid.

CBD Kapseln:¬†Cannabidiol Kapseln k√∂nnen gut portioniert werden und dementsprechend kann man diese sehr gut dosieren. Jedoch kann man diese nur schlucken und somit gibt es nur eine Form der Aufnahme: durch den Magen bzw. die dort vorhandenen Schleimh√§ute. Das bedeutet dann auch gleichzeitig, dass die Wirkung zeitverz√∂gert eintritt. Zwar ist die Portionierung mit Kapseln ideal vorgegeben, jedoch ist die Dosierung nicht so individuell wie bei einem CBD √Ėl. Der Geschmack ist hier neutraler, jedoch berichten manche Konsumenten, dass Kapseln schlucken f√ľr sie unangenehm ist. Das ist jedoch abh√§ngig von der Person.

CBD Cremen und CBD Salben: CBD interagiert mit unserem Endocannabinoid-System. Das ECS findet sich in unserem ganzen Körper wider, dementsprechend auch auf der Haut, wo sich viele Rezeptoren befinden. Im Fall von CBD Creme und CBD Salbe, gelangen hier die Cannabinoide ,wie zum Beispiel Cannabidiol, durch die Haut und interagieren dort beispielsweise mit den ansässigen Rezeptoren. Sobald die Creme oder Salbe eingezogen ist, was normalerweise nur wenige Minuten dauert, findet eine Interaktion von Cannabinoiden und Rezeptoren statt. Dann kann auch eine Wirkung eintreten.

Herstellung von CBD √Ėl

Produktionsprozess von Cannabidiol

Viele Fragen sich auch, wie CBD √Ėl √ľberhaupt hergestellt wird. In der Europ√§ischen Union darf ausschlie√ülich EU zertifizierter Hanf f√ľr die Herstellung von Cannabidiol Produkten genutzt werden. Hier muss darauf geachtet werden, dass der Richtwert von 0,2 % THC nicht √ľberschritten wird. Andernfalls wird gegen das BtMG (Bet√§ubungsmittelgesetz) versto√üen.

Um nun Cannabidiol √Ėl herzustellen, muss darauf geachtet werden, dass man Bl√ľten der weiblichen Cannabispflanze verwendet. Der Grund hier ist, dass diese den gr√∂√üten Anteil von CBD besitzt. Diese m√ľssen dann f√ľr ca. eine Woche getrocknet werden.

Die zwei wohl bekanntesten Methoden CBD √Ėl herzustellen sind durch Alkoholextraktion bzw. durch CO2-Extraktion. √úber diese Verfahren findest du ausf√ľhrliche Informationen in unserem Blogartikel √ľber CBD.¬†

Arten von CBD √Ėlen

Welche CBD √Ėle gibt es?

Vollspektrum CBD √Ėl:

Das Vollspektrum CBD √Ė (engl. full spectrum) gilt als Klassiker unter den CBD Produkten. Die Bezeichnung kommt daher, da¬†das¬†volle Pflanzenspektrum¬†der Hanfpflanze enthalten ist. Dementsprechend sind in dieser Art von Cannabidiol √Ėl die meisten Cannabinoide und Terpene enthalten, welche ein hanfartiges Aroma mit sich bringen. Durch dieses Zusammenspiel, wird auch der Entourage Effekt garantiert. Ein Vollspektrum √Ėl hat in Deutschland einen minimalen THC Anteil, welcher unter 0,2 % THC liegen muss.

Gold CBD √Ėl:

Das Gold CBD √Ėl ist auch unter dem Namen Breitspektrum Cannabidiol √Ėl bekannt. Mit einem weiteren Filterungsprozess, wird das Vollspektrum CBD √Ėl zu einem breiten Spektrum verarbeitet. Hierbei wird der THC Anteil auf 0,00 % gesetzt. Ebenfalls ist der Geschmack von so einem Cannabidiol √Ėl neutraler. Ein Gold √Ėl ist perfekt f√ľr Menschen die auf THC aus bestimmten Gr√ľnden verzichten m√ľssen, wie zum Beispiel durch Regulierungen in ihrem Beruf. Ebenfalls ist es f√ľr Profisportler perfekt geeignet, welche regelm√§√üig Dopingtests durchf√ľhren m√ľssen. Nat√ľrlich kann auch jeder, der auf Tetrahydrocannabinol verzichten will, darauf zugreifen.

Der Entourage Effekt

Der Entourage Effekt ist die Wirkung, welche durch die Kombination von Phytocannabinoiden und verschiedenen Terpenen hervorgeht. Ebenfalls ist der Begriff bei einigen auch unter Terpen Entourage Effekt bekannt. Diesen Effekt findet man in CBD √Ėlen wider. Auf biologischer Ebene betrachtet, muss man sich es so vorstellen, dass ein Gemisch aus verschiedenen Pflanzenstoffen in Kombination eine h√∂here Aktivit√§t besitzt, als die Stoffe isoliert betrachtet. Somit kann durch die verschiedenen Cannabinoiden zusammen mit Terpenen ein h√∂herer Wirkungsgrad erzielt werden. Bei einem Vollspektrum CBD √Ėl ist beispielsweise ein maximaler Entourage Effekt zu erwarten, da hier das ganze Spektrum der Cannabispflanze abgebildet wird.

CBD Trägeröl

Das CBD Extrakt kann √ľber Produkte wie Cannabidiol √Ėl dem K√∂rper zugef√ľhrt werden. Daf√ľr gibt es verschiedene Sorten von Speise√∂len, welche mit besagtem Extrakt vermischt werden k√∂nnen. Zu den h√§ufigsten geh√∂ren Hanf√∂l bzw. Hanfsamen√∂l und MCT √Ėl (Kokos√∂l). Hanfsamen√∂l wird zum gro√üen Teil verwendet, da es perfekt zur Thematik Cannabidiol und Cannabis passt und ebenfalls sehr gesund ist, da es Omega 3 und Omega 6 Fetts√§uren beinhaltet. Viele Kunden merken jedoch oft an, dass es einen ziemlich bitteren und erdigen Geschmack haben kann.

Eine Alternative ist MCT √Ėl. Dieses hat einen sehr neutralen Geschmack und wird sogar noch schneller vom K√∂rper verarbeitet. Somit kann die Wirkung von CBD auch schneller eintreten. Zus√§tzlich verf√ľgt es ebenfalls √ľber Omega 3 und Omega 6 Fetts√§uren und gilt auch als √§u√üerst gesund. Das war Grund genug f√ľr uns bei Malama, dieses Tr√§ger√∂l f√ľr unsere¬†CBD √Ėle¬†zu verwenden.

CBD vs. THC - Die Unterschiede

Wo liegen die Unterschiede?

CBD und THC - Herkunft

CBD (Cannabidiol) und THC (Tetrahydrocannabinol) sind die zwei bekanntesten Cannabinoiden, die aus der weiblichen Hanfpflanze extrahiert werden k√∂nnen. Es gibt unz√§hlige verschiedene Hanfarten und -hybriden. In Deutschland ist allerdings nur wichtig, dass deren THC-Gehalt nicht √ľber 0,2% schreiten darf. [1]

Die Cannabinoiden, THC und CBD, werden beide aus Harztr√∂pfchen gewonnen, die sich an Trichomen (Pflanzenh√§rchen) an der Oberfl√§che der weiblichen Cannabisbl√ľte bilden. Aber nicht nur die Hanfarten, deren Genetik und die Entstehung der beiden Cannabidoiden sind √§u√üerst √§hnlich, auch die chemische Struktur gleicht sich. Beide Strukturformeln bestehen aus 21 Kohlenstoffatomen, 30 Wasserstoffatomen, sowie einem Sauerstoffatom (C21H3002). Allerdings gibt es einen bedeutenden Unterschied: w√§hrend THC ein Oxygenium besitzt, bindet CBD dort eine Hydroxylgruppe. Die Auswirkungen dieses kleinen Unterschieds sind elementar: von THC wird man high, von CBD nicht.

Unterschiedliche Wirkung von CBD und THC auf unseren Körper

Der kleine Unterschied in der chemischen Struktur hat einen großen Einfluss auf die Wirkung unseres Endocannabinoid-Systems. Das Endocannabinoid-System ist im ganzen Körper, aber vor allem im Nerven- und Immunsystem zu finden. Es arbeitet als eine Art Kontrollsystem im Körper, um verschiedene Aktivitäten zu steuern. In Bezug auf THC und CBD sind vor allem die Rezeptoren CB1 und CB2 wichtig. Der CB1 Rezeptor liegt hauptsächlich im zentralen Nervensystem, während CB2 Rezeptoren häufiger im Immunsystem vorkommen.

Die berauschende Wirkung von THC kommt daher, dass das THC an die Rezeptoren CB1 und CB2 andockt und dadurch ein Gef√ľhl ausl√∂st, welches mit einem L√§ufer-Hoch verglichen werden kann. Der Rezeptor CB1 ist haupts√§chlich f√ľr die psychoaktive Wirkung von THC verantwortlich. CBD dagegen wirkt regulierend und stimulierend auf die Rezeptoren und hat somit einen positiven Einfluss auf unser Immunsystem, sowie auf unser Wohlbefinden und die daraus resultierende Motivation. Es hat keine berauschende Wirkung. Eine¬†Studie¬†zeigt sogar, dass CBD die Bindung von THC an den Rezeptoren negativ beeinflusst. Das liegt daran, dass CBD sich im Gegensatz zu THC nicht an die Rezeptoren bindet, sondern diese nur belegt. Wenn also Cannabidiol die Rezeptoren besetzt, kann das THC nicht andocken und somit hemmt es das Gef√ľhl des high seins, f√∂rdert aber unsere k√∂rpereigenen Endocannabinoide.

CBD verf√ľgt zudem √ľber weitere Mechanismen, die unseren K√∂rper positiv beeinflussen: Es kann Schmerzsignale blockieren, da es an die Vanilloid-Schmerzrezeptoren andockt und es wirkt positiv auf den GABA-Rezeptor, der f√ľr Entspannung und guten Schlaf zust√§ndig ist.

Allerdings ist die Forschung auf diesem Themengebiet noch nicht sehr fortgeschritten. Vor allem √ľber die wirksame Dosierung herrscht Uneinigkeit, da in medizinischen Studien die Dosierung oft viel h√∂her ist, als es diese im Alltag ist. Hier sollte zudem auch eine klare Trennung zwischen medizinischem CBD und CBD in allt√§glicher Nutzung gemacht werden.

Der normale Gebrauch mit einer normalen¬†Dosierung¬†von CBD eignet sich deshalb beispielsweise zur schnelleren Muskelregeneration von SportlerInnen oder f√ľr besseres allgemeines Wohlbefinden.

Vergleich - Nebenwirkungen

Wie wir gerade gesehen haben, wirken die Cannabinoiden CBD und THC unterschiedlich auf unseren Körper. Aus diesem Grund weisen sie auch verschiedene Nebenwirkungen auf. Neben der oft als positiv wahrgenommen Wirkung von THC des high-seins, der Euphorie und Gelassenheit, kann die psychoaktive Wirkung von THC auch negative Effekte haben. Angst und Panik können auftreten, sowie Handlungseinschränkungen durch die Beeinträchtigung der Bewegung und des Kurzzeitgedächtnisses. Außerdem kann es zu Übelkeit, Schwindel, Herzrasen, sowie einem Kreislaufkollaps kommen.

CBD dagegen gilt als nahezu nebenwirkungsfrei. Außerdem birgt Cannabidiol, im Gegensatz zu THC und anderen Medikamenten, kein Suchtpotential.

Einnahme von CBD und THC

Die wohl bekannteste Einnahme von THC-haltigen Cannabisprodukten ist das Rauchen. Vor allem f√ľr den Konsum als Freizeitaktivit√§t und THC als Droge wird das Rauchen oder der Vaporizer genutzt. Die Wirkung tritt bei diesen Varianten schnell ein. Allerdings ist nur das Vaporisieren auch zum medizinischen Nutzen geeignet, da man keine Giftstoffe aufnimmt. Eine weitere Option ist es THC-haltige Produkte oral einzunehmen. Das funktioniert beispielsweise √ľber die Nahrung oder Getr√§nke. Die Wirkung wird als langanhaltender beschrieben, allerdings dauert es l√§nger bis es wirkt und die Dosis kann schwer eingesch√§tzt werden. Weitere medizinische Cannabisprodukte sind Tinkturen, Sprays, Salben oder Z√§pfchen, die teilweise auch an den aufgetragenen Stellen spezifisch wirken k√∂nnen. Allerdings werden nicht alle M√∂glichkeiten der Einnahme von THC-haltigen Produkten in Deutschland durch √Ąrzten verschrieben. Das betrifft nur einige wenige verschreibungspflichtige Medikamente, sowie getrocknete Cannabisbl√ľten. Insgesamt kann man sagen, dass die Einnahme von THC-haltigen Produkten entweder medizinischer Natur ist oder als Freizeitaktivit√§t genutzt wird und in Deutschland nur mit einem Rezept legal erworben werden kann.

Bei CBD-haltigen Produkten sieht das ein bisschen anders aus. Die meisten Menschen nehmen CBD weniger als Freizeitprodukt, aber auch nicht als Medikament ein, da die Forschung noch kaum Ergebnisse diesbez√ľglich vorweisen kann und es erst wenige¬†CBD-haltige Medikamente¬†auf dem deutschen Markt gibt. Viele Personen versprechen sich von CBD einen regenerativen Effekt nach dem Sport, sowie eine M√∂glichkeit besser einschlafen zu k√∂nnen oder generell ein entspannteres Gef√ľhl zu bekommen und konsumieren die Produkte deshalb in entsprechenden Situationen im Alltag. CBD-haltige Produkte gibt es in verschiedenen Formen und CBD-Gehalten. Das bekannteste Produkt ist das CBD √Ėl. Besagtes √Ėl kann entweder direkt aufgenommen werden, zusammen mit Nahrung oder in einem Getr√§nk. Ein weiteres bekanntes Produkt ist das¬†CBD Liquid, welches als e-Zigarette oder Vaporizer geraucht werden kann. Au√üerdem gibt es CBD-haltige Kapseln, Cremes und Kosmetikprodukte, Kristalle, Gummib√§rchen und weitere CBD-haltige Lebensmittel. Bisher sind nur wenige Medikamente mit CBD-Gehalt in Deutschland zugelassen. Das bekannteste ist Epidiolex, welches vor allem zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt wird.

CBD und THC ‚Äď was ist legal?

Stichwort Suchtpotential, Drogen und Medikament: Sind CBD und THC in Deutschland legal oder illegal? Und wie sieht das bei einem Drogentest aus? 

Aufgrund der psychoaktiven Wirkung und des berauschenden Zustands ist THC in Deutschland verboten und es wird in Drogentests darauf getestet. Als Medikament kann es allerdings von √Ąrzten verschrieben werden. Um mehr Informationen und Ergebnisse mit THC-haltigen Medikamenten zu bekommen, m√ľssen Menschen, denen THC √§rztlich verordnet wurde an einer Begleitstudie teilnehmen.

Im Gegensatz dazu wird CBD nicht als Droge und nur in wenigen F√§llen als Medikament anerkannt, sondern als Nahrungserg√§nzungsmittel. Hierbei ist wichtig, dass der THC-Gehalt nicht √ľber 0,2% sein darf. CBD selbst wird in Drogentests nicht getestet, obwohl es isoliert getestet werden kann. Das liegt daran, dass die Wirkung nicht psychoaktiv ist, keine beeintr√§chtigenden Nebenwirkungen auftreten und kein Suchtpotential besteht. Um mit einem CBD-Produkt mit ‚ȧ 0,2% THC bei einem normalen Drogentest positiv getestet zu werden, setzt es die Einnahme von unnat√ľrlichen Mengen voraus. Allerdings gibt es auch Personen, die aufgrund ihres Berufs regelm√§√üig Drogentests machen m√ľssen und deshalb den Konsum von THC vollst√§ndig meiden m√∂chten. Darunter fallen beispielsweise PolizistInnen oder (Profi-)SportlerInnen.

Um nochmals f√ľr Klarheit zu sorgen: bei einem normalen Konsum von CBD-√Ėl (‚ȧ 0,2%THC) muss man sich keine Sorgen um einen positiven Drogentest, wie zum Beispiel beim Autofahren, machen. Wer allerdings auf Nummer Sicher gehen m√∂chte, kann auf komplett THC-freies CBD √Ėl zur√ľckgreifen.

CBD f√ľr Tiere

Können Tiere auch von CBD profitieren?

CBD f√ľr Hunde, Katzen und Pferde

Wir Menschen sind nicht die einzigen, welche von dem nicht-psychoaktiven Cannabinoid Cannabidiol profitieren können. Da auch Säugetiere, Fische und Weichtiere ein Endocannabinoid-System (ECS) haben, können auch Tiere hier profitieren.

Wie wirkt CBD bei Tieren?

Die Interaktion zwischen CBD und dem K√∂rper eines Tieres ist vergleichbar mit der eines Menschen. Dies liegt ganz einfach am Endocannabinoid-System.¬†Das Cannabidiol aus der Cannabispflanze, unterst√ľtzt das ECS bei seinen Aufgaben. Auch hier werden die CB1 und CB2 Rezeptoren durch CBD aktiviert.

Es gibt einige klinische Studien mit CBD an Hunden, Katzen und Pferden. Das zeigt, dass die Wissenschaft auch in diesem Bereich immer mehr Interesse entwickelt, um das gesamte Potential von Cannabidiol erforschen zu können.

Jedoch muss nat√ľrlich auch hier beachtet werden, dass jedes Tier einzigartig ist und dementsprechend auch die Wirkung unterschiedlich anschl√§gt. Somit kann auch bei Tieren CBD eine gute Alternative f√ľr manche Bereiche zur klassischen Schulmedizin darstellen. Jedoch ist es ratsam, dass man diese Thematik rund um Cannabidiol auch nochmals mit seinem Tierarzt bespricht, da es im Allgemeinen auf die individuellen Gegebenheiten des Tieres ankommt. Dieser kann dann den Prozess der Behandlung mit CBD verfolgen und auch beurteilen.

Nebenwirkungen: CBD bei Tieren

Laut der aktuellen Studienlage hat CBD keine bekannten Nebenwirkungen und negativen Wechselwirkungen bei Tieren. Auch wenn es normalerweise kein Problem sein sollte, Cannabidiol in Kombination mit Medikamenten und anderen Nahrungsergänzungen deinem Haustier zu verabreichen, solltest du einen Tierarzt aufsuchen, welcher dir hier nochmals mit fachmedizinischem Wissen zur Seite steht.

CBD in der Medizin

Wissenschaft und Cannabidiol

Der therapeutische Wert von CBD ist sehr vielversprechend. Seit Jahrzehnten haben veraltete Gesetze eine Pflanze verboten, welche Eigenschaften hat, die zu einem der wichtigsten alternativen Medikamente f√ľr moderne Krankheiten werden kann. CBD ist polypharmakologisch, was bedeutet, dass es mehrere verschiedene Pfade im K√∂rper auf einmal beeinflussen kann. Das wiederum macht es sehr schwierig dieses Molek√ľl zu erforschen, da es fast unm√∂glich ist zu sagen, welchen Einfluss diese unterschiedlichen Wechselwirkungen aufeinander haben. Unabh√§ngig von einem Mangel an qualitativ hochwertigen menschlichen Studien, finden mit diesem Cannabinoid viele Patienten einen Mehrwert.

Auch wenn Cannabidiol schon vielen Menschen helfen konnte, darf man es nat√ľrlich nicht als heilendes Wundermittel anschauen. Wie es auch in all den Forschungsberichten immer wieder erw√§hnt wird, wirkt CBD nicht bei jedem Menschen gleich. Dementsprechend m√ľssen auch noch mehr Studien erhoben werden, um die Wirksamkeit von Cannabidiol im detail erforschen zu k√∂nnen. Somit hat man dann in der Zukunft auch repr√§sentative Studien, auf die man sich beziehen kann.